Wirtschafts- und
Arbeitgeberverband Online
Verband der Säge- und Holzindustrie
Baden-Württemberg e.V.
Baden-Württemberg e.V.
Smaragdweg 6
70174 Stuttgart
Tel.: (07 11) 22 55 80-0
Fax: (07 11) 22 55 80-20
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Waldkarte Baden-Würtemberg
Die Sägendustrie
Die Säge- und Holzindustrie in Baden-Württemberg stellt als mittelständisch geprägter Wirtschaftszweig mit rund 400 Betrieben knapp 10.000 Arbeitsplätze zur Verfügung. Diese produzieren 30 Prozent des Schnittholzes der Bundesrepublik mit einem Verhältnis von etwa 1:10 Nadelschnittholz zu Laubschnittholz.
Die Produktion von Nadelschnittholz in der Bundesrepublik Deutschland konnte im vergangenen Jahrzehnt um über 40 Prozent ausgeweitet werden. Insbesondere der Export spielt eine zunehmend wichtige Rolle, wenngleich nach wie vor erhebliche Schnittholzmengen, vor allem aus den skandinavischen Staaten, importiert werden.
Viele Betriebe in Baden-Württemberg sind in der Weiterverarbeitung und Produktveredelung tätig. Die Branche setzt auf hochwertige Qualitätsprodukte, die mit qualifizierten Mitarbeitern und modernster Technik produziert werden.
Marktgerechte Produktinnovationen sind für die baden-württembergische Säge- und Holzindustrie von entscheidender Bedeutung. Bei der Weiterentwicklung und Optimierung moderner Einschnitttechnologien nimmt die deutsche und baden-württembergische Sägeindustrie eine internationale Vorreiterrolle ein. Die deutsche Sägewerkstechnologie mit moderner Gatter-, Spaner- und Profiliertechnik ist international führend.
Die Produktion von Nadelschnittholz in der Bundesrepublik Deutschland konnte im vergangenen Jahrzehnt um über 40 Prozent ausgeweitet werden. Insbesondere der Export spielt eine zunehmend wichtige Rolle, wenngleich nach wie vor erhebliche Schnittholzmengen, vor allem aus den skandinavischen Staaten, importiert werden.
Viele Betriebe in Baden-Württemberg sind in der Weiterverarbeitung und Produktveredelung tätig. Die Branche setzt auf hochwertige Qualitätsprodukte, die mit qualifizierten Mitarbeitern und modernster Technik produziert werden.
Marktgerechte Produktinnovationen sind für die baden-württembergische Säge- und Holzindustrie von entscheidender Bedeutung. Bei der Weiterentwicklung und Optimierung moderner Einschnitttechnologien nimmt die deutsche und baden-württembergische Sägeindustrie eine internationale Vorreiterrolle ein. Die deutsche Sägewerkstechnologie mit moderner Gatter-, Spaner- und Profiliertechnik ist international führend.
Kennzeichnend für den hohen technologischen Stand sind geringe Toleranzen, hohe Maßstabilität und gute Oberflächengüte der Produkte. Moderne, zum Teil computergesteuerte Anlagen garantieren eine kontinuierliche Leistungsfähigkeit und hohe Flexibilität. Diese ermöglichen es den baden-württembergischen Betrieben, ihre Produktion an den Wünschen der Kunden zu orientieren und geben ihnen somit die Möglichkeit, eine große Vielfalt an Produkten und Sortimenten anzubieten.
Denn Holz ist ein vielfältiger Roh-, Bau- und Werkstoff - ein Material mit vielfältigen Eigenschaften. Je nach Holzart, Standort, Baumalter, Splint- oder Kernholz, Stamm- oder Astholz bietet Holz für alle Anwendungsbereiche die passende Eigenschaft: Bauholz braucht Festigkeit und Tragfähigkeit, Fenster und Außentüren müssen dauerhaft sein, die Farbe des Holzes und seine Textur geben Möbeln die jeweilige individuelle Note.
Über die nötige Erfahrung, für den jeweiligen Verwendungszweck das richtige Holz zu wählen und zu bearbeiten, verfügen die Sägebetriebe vor Ort. Diese sind in der Lage, das Holz mit all seinen Eigenschaften optimal zu be- und verarbeiten.
Über die nötige Erfahrung, für den jeweiligen Verwendungszweck das richtige Holz zu wählen und zu bearbeiten, verfügen die Sägebetriebe vor Ort. Diese sind in der Lage, das Holz mit all seinen Eigenschaften optimal zu be- und verarbeiten.
Den Gang der Verarbeitung können Sie hier sehen: auf dem Weg vom Baum zum Brett
VOM WALD INS HAUS - der Weg vom Baum zum Brett -
Bei sinnvoller und nachhaltiger Bewirtschaftung ist der Wald so der umweltfreundlichste Rohstofflieferant überhaupt und sorgt dafür, dass wir mit einem beliebten und vielseitigen Material ausreichend versorgt sind: dem Holz. Dieses findet in vielfältiger Weise Verwendung in unserem Leben, hat davor aber den langen Weg vom Baum zum Brett vor sich.
Der Transport des regionalen Nadel- und Laubholzes vom Wald, in welchem es geschlagen wurde, in das Sägewerk zur Weiterverarbeitung erfolgt hauptsächlich durch LKW oder in einigen Fällen über lange Strecken auch mit dem Zug. Zuvor muss das Holz jedoch mit so genannten Rückegeräten aus dem Wald heraus, an den Waldrand oder einen anderen Sammelplatz im Wald gebracht werden.
Der Weg des Holzes aus dem Wald ist dann besonders ökologisch ,wenn es nicht über lange Strecken transportiert werden muss, sondern mit dem LKW an Sägewerke in der Region angeliefert und dort weiterverarbeitet wird. So werden durch das „Holz der kurzen Wege“ nicht nur regional Arbeitsplätze geschaffen, sondern durch die Verkürzung der Transportwege die Umwelt geschont und Energie gespart.
IM SÄGEWERK
Die Sortierung und Entrindung
Im Sägewerk angekommen, wird das Rundholz zunächst nach Kriterien wie Qualität, Holzart, Länge und Durchmesser sortiert. Dann kommt es entweder in ein Zwischenlager, oder wird zur direkten Weiterverarbeitung auf einen Querförderer gelegt.
Bei der Weiterverarbeitung werden die Stämme entrindet, elektronisch vermessen und erneut sortiert. Hierbei spielen Qualität, Einschnittsaufträge und weitere Kriterien eine Rolle. Dann wird das Holz bis zur weiteren Verarbeitung auf einen Lagerplatz gebracht, wo es bis zu den nächsten Arbeitsschritten zwischengelagert wird.
Die Lagerung des Rundholz
Das Holz wird gelagert, weil nicht alles Holz direkt nach der Ankunft verarbeitet werden kann.
Es ist daher nötig, das vorsortierte Rundholz für verschiedene Aufträge nach Güte, Länge etc in den so genannten „Poltern“, großen Holstapeln, zu lagern.
Die Vermessung
Die Berechnung des optimalen Einschnitts erfolgt je nach Stamm und passend für das jeweilig gewünschte Endprodukt. Dafür werden für die Sägeaufträge geeignete Stämme den Lagerbeständen des Sägewerks entnommen und dann den Einschnittmaschinen zugeführt.
Das Sägen des Holzes
Der Verwendungszweck des Endprodukts entscheidet über die optimale Einschnittstechnik für das Holz. Geschnitten wird mittels Gatter, Bandsäge, Spaner oder Kreissäge, aber auch in Kombination.
Gatter:
Das Gatter eignet sich für den Massenschnitt. Der Stamm wird von mehreren Sägeblättern in Bretter oder hier bei in maximal zwei Durchläufen geschnitten.
Bandsäge:
Die Bandsäge wird bevorzugt für den Einschnitt von Qualitätsware verwendet. Dazu wird in beliebig vielen Durchgängen Brett für Brett vom Stamm abgesägt und so das gewünschte Produkt aus dem Stamm gewonnen.
Spaner:
Seitenbretter werden besäumt und abgetrennt. Danach kann das Holzweiter zerlegt werden.
Die Kreissäge wird meist für den Nachschnitt benutzt, während dagegen mit Gatter oder Bandsäge der Vorschnitt erfolgt. Die Kreissäge wird deswegen hauptsächlich in Kombination mit Gatter oder Bandsäge eingesetzt.
Die Qualitätskontrolle
Für ihre hohe Qualität wird von den Sägewerken jeder Schritt der Holzverarbeitung genauestens überwacht. Ein weiteres Ziel neben hoher Qualität ist die bestmögliche Ausbeute des Rohstoffes aus den Stämmen um möglichst viel des Holzes für die weitere Verarbeitung nutzen zu können. Bei neueren Anlagen kann der gesamte Sägevorgang am Computer programmiert und überwacht werden.
Die Sortierung und Lagerung des Schnittholzes
Nach dem Sägen wird das Schnittholz erneut sortiert und gestapelt. Kriterien sind unter anderem Verwendungszweck, Dimension oder Güte. Das fertige Schnittholz wird entweder weiterverarbeitet oder aber bei Bedarf gelagert.
Die Veredelung
Arbeitsschritte die nun folgen sind zum Beispiel Trocknung, Hobelung und Schutzimprägnierung. Die Weiterverarbeitung macht hier eine erneute Sortierung und Stapelung nach Aufträgen nötig.
Die Trocknung
Die Anforderungen an das Produkt bestimmen, ob das Schnittholz frisch, oder aber – dies ist meistens der Fall- getrocknet geliefert wird. Das Holz kann auf zwei Arten getrocknet werden - es wird entweder im Freien luftgetrocknet oder aber einer technischen Trocknung unterzogen.
Technische Trocknung bedeutet, dass dem Holz in Trockenkammern die Feuchtigkeit entzogen wird. Das Holz ist so innerhalb weniger Tage zur weiteren Verarbeitung bereit.
Die natürliche Freilufttrocknung ist die schonendere Variante. Je nach Jahreszeit und Stärke des Holzes werden hierzu allerdings mehrere Wochen oder sogar Monate für die Trocknung benötigt.
Die Produkte
Die Sägewerke fertigen aus den Stämmen Holzprodukte wie Bretter, Latten, Kant-holz oder Blockware(Schreinerware).Der Lohnschnitt, bei dem der Waldbesitzer sein eigenes Holz verarbeiten lässt, ist oft eine weitere wichtige Tätigkeit der Säger.
Die Sägewerke fertigen aus den Stämmen Holzprodukte wie Bretter, Latten, Kant-holz oder Blockware(Schreinerware).Der Lohnschnitt, bei dem der Waldbesitzer sein eigenes Holz verarbeiten lässt, ist oft eine weitere wichtige Tätigkeit der Säger.
Das nachhaltig erwirtschaftete Holz findet so seinen Weg aus dem Wald in die Bau-wirtschaft, in die Holzindustrie, in Zimmereien, Tischlereien und den Handel zur wei-teren Verwendung sowohl im In- als auch im Ausland.
Die Nebenprodukte
Ebenso werden anfallende Sägenebenprodukte effizient und nachhaltig genützt: Sägemehl, Hackschnitzel/Spreißel und Rinde werden so zur energetischen Nutzung oder im Garten- und Landschafts- bau eingesetzt.
Ebenso werden anfallende Sägenebenprodukte effizient und nachhaltig genützt: Sägemehl, Hackschnitzel/Spreißel und Rinde werden so zur energetischen Nutzung oder im Garten- und Landschafts- bau eingesetzt.
So erfreuen sich zum Beispiel Zentralheizungen, die mit Hackschnitzeln oder Pellets, also gepresstem Sägemehl befeuert werden immer größerer Beliebtheit. Teile der Nebenprodukte können zusätzlich noch in der Papierherstellung zur Weiterverarbeitung genutzt werden.
Umweltfreundlich und effizient
Holz kann so also bis zum letzten Schnitzel ökologisch und ökonomisch optimal genutzt werden.

