Ausbildung ist eine Investition in den eigenen Betrieb
Qualifizierte Fachkräfte sind für einen Betrieb unverzichtbar und der Begriff Humancapital, also die Fähigkeiten und Qualifikationen von Mitarbeitern auch in der Sägeindustrie ein ernstzunehmendes Schlagwort.
Neuste Technik und das beste Rundholz als Ausgangsware nützen nichts, wenn das verarbeitende Personal nicht damit umzugehen weiß. Der VSH agiert daher engagiert im Bereich der Fort-, Weiter- und vor allem der Ausbildung und bemüht sich unter anderem sehr qualifizierten Nachwuchs zu werben. So beteiligt er sich zum Beispiel aktuell an einem Imagefilm über den Beruf des Holzbearbeitungsmechanikers und stellt auf seiner neuen Homepage das Berufsfeld Sägeindustrie attraktiv gestaltet vor.
Dazu wird auch auf dem neuen Internetauftritt des BSH eine ausführliche Darstellung von Beruf und Berufsfeld zu finden sein, so dass Interessierte sowohl seitens der Betriebe, als auch seitens Schulabsolventen sich über die Ausbildung und das „Drumherum“ informieren können. In diesem Rahmen wird zum einen eine Rubrik eingerichtet werden, die es Betrieben ermöglicht noch offene Ausbildungsstellen zu inserieren und zum anderen wird es eine Suchfunktion zum Auffinden ausbildender Betriebe geben. Eine Ausbildung eigener Lehrlinge – gerade im vom VSH unterstützten dualen System – sichert Betrieben eine ausreichende Versorgung mit gut ausgebildetem Fachpersonal. Die Ausbildung von Lehrlingen ist daher reizvoll, da die Betriebe bei so einem „Hausgewächs“ ihr eigenes Wissen und eigene Erfahrungen bereits zu Zeiten der Ausbildung an die Auszubildenden weitergeben können. Darüber hinaus stellt eine Lehre auch für die Ausbildenden eine große Bereicherung, sowohl was Wissen als auch Erfahrungen anbelangt dar.
Der VSH hilft Ihnen hier gerne dabei mögliche Bedenken zu zerstreuen und steht Ihnen bei Fragen rund um die Ausbildung von Lehrlingen gerne zur Verfügung. Wir bieten Ihnen zahlreiche Services wie Vorlagen für Ausbildungsverträge, und lassen Ihnen auch gerne – zum Beispiel zur Information im Vorfeld die Broschüre zum Beruf - „Der Holzbearbeitungsmechaniker“ zu kommen.
Die Ausbildung eines Lehrlings in ihrem Betrieb, ist eine Investition in Ihre Zukunft
und die beste Möglichkeit eigenes Wissen nutzbringend (!) weiterzugeben!
Göppinger Sägertage
Im April finden jährlich die vom Bildungszentrum veranstalteten Göppinger Sägertage statt. Hier trifft man sich zuerst Göppingen und dann am in Bartenbach um Informationen und Erfahrungen auszutauschen. Verschiedenste Vorträge rund um´s Holz und die Holzbearbeitung, eine Holzsortierübung und die Möglichkeit Themen Diskussionsrunden mit anderen Teilnehmern zu erörtern sorgten dafür, dass der Besuch der Sägertage alljährlich ein lohnendes Unterfangen ist - zumal auch das gesellige Zusammensein beim Kaffee oder Abendausklang nicht zu kurz kommt.
Die rege Teilnahme dokumentiert immer wieder, dass sich die Göppinger Sägertage inzwischen nicht nur als wichtige Veranstaltung der Branche etabliert haben, sondern dass Sie darüber hinaus auch von den Teilnehmern gerne und interessiert besucht werden.
Jährliches Ausbildergespräch
Jedes Frühjahr findet im Lehrsägewerk in Göppingen-Bartenbach das Ausbildertreffen statt. Auf Einladung des Fördervereins für das Bildungszentrum der Säge- und Holzindustrie Göppingen e.V. treffen sich betriebliche Ausbilder um sich mit Kollegen aus anderen Betrieben und den schulischen Ausbildern über Erfahrungen und Neuerungen auszutauschen. Dass die Veranstaltung gut besucht werden, beweist aufs Neue den Stellenwert dieses Treffens für ausbildende Betriebe, welche den Erfahrungsaustausch im Rahmen des Ausbildergesprächs sehr schätzen.
Förderverein BSH Göppingen e.V.
Eine sehr wichtige Rolle in der Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Säge- und Holzindustrie der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erfüllt der Förderein für das Bildungszentrum der Säge – und Holzindustrie Göppingen e.V (kurz: Förderverein BSH Göppingen). Er unterstützt nicht nur das duale Ausbildungssystem und unterhält ein Wohnheim für Auszubildende, sondern setzt hier auch auf enge Zusammenarbeit mit der gewerblichen Schule Göppingen, Oberstudiendirektor Pietras und dem Bildungszentrum unter Leitung von Studiendirektor Zimmermann.
Als Vorstand ist Josef-Hermann Braun von den Delegierten gewählt, Peter Späth ist Stellvertreter und Wolfgang Messerschmidt Schatzmeister. Als Geschäftsführer des Fördervereins BSH Göppingen e.V. ist Ludwig Jäger bestellt.
Die Delegierten des Verbandes der Säge- und Holzindustrie Baden-Württemberg sind Volker Bez, Josef-Hermann Braun, Wolfgang Hildner, Isabell Müller, Wolfgang Kolb, Peter Späth, Thomas Tenta und Andreas Zipfel. Für Rheinland –Pfalz sind die Herren Wolfgang Messerschmidt und Karl-Wilhelm Roth Delegierte der Vertreterversammlung.
BSH Göppingen
Durch Veränderungen und Erweiterungen von Ausbildungsinhalten und -angeboten der Schule wurde am BSH-Göppingen eine Vielfalt an Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten geschaffen, die für die Sägeindustrie von großem Vorteil sind. Zusatzangebote in den Bereichen Gabelstaplerführerschein, Schweißfachkraft, Sicherheitsfachkraft, Sicherheitsunterweisungen durch die Berufsgenossenschaft, ein Grundkurs für speicherprogrammierbare Steuerung und die Ausbildereignungsprüfung sind so Beispiele für die Erweiterungen im Ausbildungsangebot. Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen wie die inzwischen in der Branche etablierten Göppinger Sägertage, Fachvorträge, Messebesuche oder Lehrgänge für Forstreferendare, Studenten der Fachhochschule Rottenburg und Meister der Waldarbeitsschule Itzelberg. Nicht vergessen werden dürfen an dieser Stelle auch die Lehrgänge zur Umsetzung der DIN 4074.
Diese Entwicklungen machten zudem – wir berichteten bereits - eine neue Namensgebung nötig. So wurde in Zusammenarbeit mit dem Förderverein und dem Verband der Säge- und Holzindustrie Baden-Württemberg der Name „ Bildungszentrum für die Säge- und Holzindustrie – Sägewerkerschule Göppingen
-Bartenbach“ als neuer Name mit dem eingängigen Kürzel „BSH“ für die bekannte Ausbildungsstätte gefunden. Das Ausbildungszentrum stellt eine wichtige Basis für die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften dar und ist so eine Investition in die Zukunft der Sägeindustrie.
Unterbringung in Göppingen-Bartenbach
Als Träger der gewerblichen Schule Göppingen hat der Landkreis in der Vergangenheit die Grundlage zur Aus- und Weiterbildung des beruflichen Nachwuchses der Sägeindustrie geschaffen. Einen weiteren wichtigen Beitrag dazu erbrachten und erbringen die Mitgliedsfirmen der Verbände der Säge- und Holzindustrie Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz als Träger des Fördervereins für das Bildungszentrum. Da der (Block)Unterricht eine schulnahe Unterbringung notwendig macht, aber nicht jeder Auszubildende aus dem Umkreis Göppingen kommt und pendeln kann wird vom Förderverein ein Wohnheim unterhalten, dessen Verwaltung ebenfalls vom Förderverein getragen wird. Dadurch ist eine bezahlbare und angemessene Unterbringung der Aus- und Weiterzubildenden gewährleistet.
Werbung für qualifizierte Auszubildende
Der Verband VSH ist kontinuierlich bemüht, qualifizierte Nachwuchskräfte für die Säge- und Holzindustrie zu werben.
VSH setzt Seminar „Alternative Betreuung“ fort
Aufgrund der gesetzlichen Situation, nach der die Betriebe nicht mehr erst ab 50 Mitarbeitern eine Sicherheitsfachkraft bestellen müssen, sondern bereits ab dem ersten Mitarbeiter, bietet der Verband VSH gemeinsam mit der Holz-Berufsgenossenschaft das Seminar „Alternative Betreuung“ (ehem. Unternehmermodell“) entwickelt und angeboten.
Nach dem Seminar „alternative Betreuung“ besteht für Firmen bis zu 50 Mitarbeitern die Möglichkeit, das Zertifikat für Unternehmer, Geschäftsführer, Inhaber in einem Intensivseminar von 1 Tag Dauer und anschließender „Selbstlernphase“ zu erwerben. In rund 10 Seminaren an verschiedenen Standorten verteilt über das Bundesland Baden-Württemberg, haben bislang rund 200 Unternehmer teilgenommen. Die Reihe wird fortgesetzt.
Überleitung der Tarifverträge
Am 1.Januar 2000 ist die damalige Gewerkschaft Holz und Kunststoff (GHK) in der IG-Metall (IGM) aufgegangen. In den Verhandlungen zur Überleitung der Tarifverträge wurde vereinbart, dass in künftigen Tarifverträgen die branchenspezifischen Bedürfnisse der Säge- und Holzindustrie zu berücksichtigen sind. Daraus folgt, dass der Verband VSH inhaltlich eigenständige Tarifverträge abzuschließen hat.
Tarifpolitik
Der Manteltarifvertrag wurde seitens des Verbandes der Säge- und Holzindustrie zum 31.12.2004 gekündigt. In der Tarifverhandlung zwischen unserem Verband und der IG-Metall konnte nach längerer inhaltlicher und ausführlicher Diskussion kein neuer Abschluss eines Manteltarifvertrages erzielt werden, da die IG-Metall sich unflexibel zeigte.
Beide Seiten haben das Scheitern der Verhandlungen über den Manteltarifvertrag erklärt. Auf eine tarifliche Schlichtung wird in der beiderseitigem Einvernehmen verzichtet. Unser Verband hatte der Gewerkschaft einen detailliert erarbeiteten Forderungskatalog vorgelegt „mit dem klaren Ziel der Rückkehr zur 40-Stundenwoche (ohne Lohnausgleich). Weiterhin haben wir die Reduzierung der Zahl der Urlaubstage, Kürzungen beim zusätzlichen Urlaubsgeld sowie beim „Weihnachtsgeld“ gefordert. Die IG-Metall war letztlich nicht bereit, sich bei der Frage der Arbeitszeit auf die 40-Stundenwoch e einzulassen.
Auch der Tarifvertrag über betriebliche Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld) wurde vom VSH auf den 31.12.2004 gekündigt und war ebenfalls zu diesem Zeitpunkt beendet.
Seit dem 1. Januar 2005 befinden sich nun diese beiden Tarifverträge gemäß § 4 Abs. 5 Tarifvertragsgesetz (TVG) in der so genannten „Nachwirkung“. Konkret bedeutet dies, dass die beiden Tarifverträge so lange weiter gelten, bis sie durch eine andere Abmachung ersetzt werden.
Unter einer „anderen Abmachung“ im Sinne des § 4 Abs. 5 TVG ist zu verstehen, dass entweder ein neuer, die alten Tarifverträge ersetzender Tarifvertrag (Haustarifvertrag oder Flächentarifvertrag), eine Betriebsvereinbarung oder aber eine individuelle arbeitsvertragliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden muss.
Entsprechende Musterarbeitsverträge wurden unseren Mitgliedsfirmen zur Verfügung gestellt. Die vorgelegten Vertragsmuster bezwecken, die Personalkosten zu senken um somit zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsfirmen des Verbandes der Säge- und Holzindustrie und dadurch zur Sicherung der Arbeitsplätze beizutragen.
Nach den Verhandlungen mit der IG-Metall im Jahr 2005 ist zur Zeit nicht absehbar, ob überhaupt und wenn ja zu welchem Zeitpunkt ein neuer Manteltarifvertrag oder Tarifvertrag über betriebliche Sonderzahlungen auf Verbandsebene abgeschlossen werden kann. Da die oben aufgezeigte Nachwirkung der Verträge unbefristet in die Zukunft dauert, empfiehlt unser Verband, die bisherigen von Ihnen als ungünstig angesehenen Regelungen durch eine anderweitige Vereinbarung auf arbeitsvertraglicher Ebene mit den Mitarbeitern zu ersetzen.