Wirtschafts- und
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Verband der Säge- und Holzindustrie
Baden-Württemberg e.V.
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Waldkarte Baden-Würtemberg
Wirtschaft
EU-Binnenmarkt und Holzwirtschaft in Europa
Am 1. Januar 2007 sind Bulgarien und Rumänien in die Europäische Union aufgenommen worden, somit ist die 6. Erweiterung (Osterweiterung Teil II) abgeschlossen.
Die Europäische Union (EU) bildet einen weitgehend einheitlichen Wirtschaftsraum, was einerseits einen großen Markt, andererseits aber einen intensiven Wettbewerb bedeutet. Noch verstärkt wurde diese Entwicklung durch die Vollendung der Währungsunion im „Euro-Land“ ab 01. Januar 2002.Auf den internationalen und europäischen Schnittholzmärkten fanden seit Beginn der 90er Jahre große Umbrüche statt. Die Märkte sind wesentlich schneller geworden und in der Säge- und Holzindustrie ist die Internationalisierung der Märkte stark spürbar. Durch den Ausbau der Kapazitäten in West- und Osteuropa nimmt der Wettbewerb weiter zu.
In Europa sind Schweden und Deutschland die größten Schnittholzproduzenten. Die deutsche Säge- und Holzindustrie nimmt innerhalb Europas eine starke Stellung ein, die auf dem deutschen Binnenmarkt aufbaut. Der Export von Nadel-Schnittholz hat in den vergangenen Jahren ganz erheblich an Bedeutung gewonnen. Trotz der teilweise schwierigen Marktbedingungen auf einigen Märkten ist die Schnittholzproduktion der europäischen Säge- und Holzindustrie im vergangenen Jahr 2006 weiter angestiegen.
Insgesamt wurden im Jahr 2006 in Europa 110,5 Mio. m³ Nadelschnittholz produziert. Dies bedeutet einen Anstieg um +3,4 % dem Vorjahr gegenüber.
Die Laubschnittholzproduktion ist in Europa im Jahr 2006 leicht angestiegen.Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Sägewerksorganisation (EOS) haben im Jahr 2006 rund 8,3 Mio. m3 Laubschnittholz produziert. Dies ist ein Anstieg von + 0,8 %
Die skandinavischen Staaten haben sich auch im Jahr 2006 und 2007 wieder überwiegend auf die Märkte in Großbritannien, Dänemark, Niederlande und Deutschland, vor allem Finnland auch auf Japan konzentriert, wenngleich auf reduziertem Niveau. Die Nadel-Schnittholzlieferungen von Schweden (+ 8,6 %) und Finnland (+ 0,3 %) sind im Jahr 2006 leicht gestiegen. Im Zeitraum von Januar bis Juli 2007 sanken die deutschen Schnittholzimporte aus Schweden ( 13 %) und Finnland ( 14,6 %) gegenüber Vorjahr.
Bei den Lieferungen aus Deutschland sind besonders die Lieferungen in die USA (+ 15 %) und Großbritannien (+ 140,8 %)im Jahr 2006 hervorzuheben. Im Zeitraum bis Juli 2007 stieg die nach Großbritannien exportierte Schnittholzmenge + 170,1 % gegenüber Vorjahr, die Ausfuhr nach USA hingegen sank um 42,5 % gegenüber Vorjahr.
Internationaler und europäischer Rahmen
Ökonomen hatten für das erste Halbjahr 2007 mit einer positiven Entwicklung der Weltwirtschaft gerechnet und in der Tat war diese in den ersten Monaten von einem kräftigen Wachstum gekennzeichnet. Nicht gerechnet hatte man dagegen mit der amerikanischen Hypothekenkrise, welche weltweit zu heftigen Turbulenzen auf den Finanzmärkten führte.
Diese führten in Europa dazu, dass sich die EZB gezwungen sah in den europäischen Finanzmarkt einzugreifen, was zuvor das letzte Mal im Jahr 2001 geschehen war.
Für die Konjunktur der Weltwirtschaft sehen Ökonomen so nicht nur die Gefahr einer Abschwächung des Aufschwungs durch die weiterhin steigenden Ölpreise und den im Vergleich zum Euro schwachen Dollar, sondern auch in Auswirkungen durch noch nicht abschätzbare Folgen der US-Hypothekenkrise.
Entwicklung der Bauwirtschaft
Im Wohnungsbau kam es bis in das 1. Quartal des Jahres 2006 – durch den Wegfall der Eigenheimzulage – zu einem Anstieg der Baugenehmigungen. Dieser Vorzieheffekt wurde durch die Mehrwertsteuererhöhung zum 01.01.2007 im Verlauf des Jahres 2006 noch verstärkt.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2007 sind im Wohn- und Nicht-Wohnbau fast 38 % weniger Baugenehmigung als im Vorjahr erteilt worden. Bei den Einfamilienhäusern entspricht dies einem Rückgang von fast 74 %, bei den Zweifamilienhäusern von fast 50 %.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2007 sind im Wohn- und Nicht-Wohnbau fast 38 % weniger Baugenehmigung als im Vorjahr erteilt worden. Bei den Einfamilienhäusern entspricht dies einem Rückgang von fast 74 %, bei den Zweifamilienhäusern von fast 50 %.
In einem starken Gegensatz hierzu stehen die Entwicklungen im Bereich der Nichtwohngebäude, wie Fabrikanlagen oder Lagergebäude. Hier zeigte sich im ersten
Halbjahr 2007 ein Anstieg auf 95,6 Mio. m3 – ein Plus von 10,1 % zum Vorjahreszeitraum. Verantwortlich für den Zuwachs zeigten sich hier die nicht-öffentlichen Bauherren die für ein Plus von 12,8 % sorgten, während dagegen das auf öffentliche Bauherren zurückführende Bauvolumen mehr als 16 % abnahm.
Deutschland und Baden-Württemberg
Im privaten Konsum gab es in Deutschland nach Angaben des statistischen Bundesamtes im zweiten Quartal diesen Jahres – anders als im Vorjahreszeitraum- einen leichten Rückgang um 0,2%, welcher - wie auch der leichte Rückgang im ersten Halbjahr - in Zusammenhang mit der Mehrwertsteuer-erhöhung zu Anfang des Jahres gesetzt wird. Dabei wird davon ausgegangen, dass für den Rückgang im ersten Halbjahr die Einbrüche bei den privaten Pkw-Käufen maßgeblich verantwortlich sind. Um die Mehrwertsteuererhöhung zu antizipieren wurden die Autokäufe in das vierte Quartal des Jahres 2006 vorgezogen und führten so dort zu einem kräftigen Anstieg zum Jahresende.
Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich 2007 etwas verlangsamt. So stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im ersten Viertel des Jahres 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum lediglich um 3,3 % und im zweiten Quartal um 2,5 % bezogen auf den Vorjahreszeitraum.
Auf Entstehungsseite des BIP trugen hier beinahe alle Wirtschaftsbereiche positiv zur Wirtschaftsentwicklung im zweiten Viertel 2007 bei. Die Bauwirtschaft konnte hier, nach dem witterungsbedingten Rekordergebnis im ersten Viertel nur den geringsten Zuwachs gewinnen (+0,3 %). Aber auch im Dienstleistungssektor gab es lediglich einen leichten Zuwachs (0,5%); an die Spitze setzte sich das produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) mit einem Plus von 5,3 % zum Vorjahr. Der Bereich Land- und Forstwirtschaft und die Fischerei mussten dagegen einen leichten Rückgang von 1,0 Prozent hinnehmen. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche erreichte so im zweiten Quartal 2007 einen Anstieg um 2,9%.
Auf Verwendungsseite des BIP trugen im zweiten Quartal die ungebrochene Nachfrage aus dem Ausland und der damit verbundene Exportanstieg durch einen Exportüberschuss (Außenbeitrag) mit 1,7%-Punkten zum Wirtschaftswachstum bei. Beschaffungs- und Absatzmärkte liegen weiterhin überwiegend in Europa.
Auf dem Arbeitsmarkt trat im Verlauf des Jahres 2007 eine leichte Verbesserung ein, so schlug sich die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung des ersten Halbjahres in einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf 8,8 Prozent (Juni 2007) nieder.
Auch im zweiten Halbjahr kam es einerseits durch die gute Konjunktur und andererseits durch eine besonders starke Herbstbelebung zu einem weiteren Rückgang auf 8,4 % im September (unbereinigt). Demnach gibt sind in der BRD 3,54 Millionen Personen erwerbslos. Die Wachstumserwartung für das Jahr 2008 wird wohl leicht korrigiert werden müssen, da sich die steigende Ölpreise, noch nicht absehbare Auswirkungen der US-Hypothekenkrise und der unerwartet hohe Wechselkurs des Euros zum Dollar ungünstige auf die Konjunkturentwicklung auswirken können.
Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich 2007 etwas verlangsamt. So stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im ersten Viertel des Jahres 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum lediglich um 3,3 % und im zweiten Quartal um 2,5 % bezogen auf den Vorjahreszeitraum.
Auf Entstehungsseite des BIP trugen hier beinahe alle Wirtschaftsbereiche positiv zur Wirtschaftsentwicklung im zweiten Viertel 2007 bei. Die Bauwirtschaft konnte hier, nach dem witterungsbedingten Rekordergebnis im ersten Viertel nur den geringsten Zuwachs gewinnen (+0,3 %). Aber auch im Dienstleistungssektor gab es lediglich einen leichten Zuwachs (0,5%); an die Spitze setzte sich das produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) mit einem Plus von 5,3 % zum Vorjahr. Der Bereich Land- und Forstwirtschaft und die Fischerei mussten dagegen einen leichten Rückgang von 1,0 Prozent hinnehmen. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche erreichte so im zweiten Quartal 2007 einen Anstieg um 2,9%.
Auf Verwendungsseite des BIP trugen im zweiten Quartal die ungebrochene Nachfrage aus dem Ausland und der damit verbundene Exportanstieg durch einen Exportüberschuss (Außenbeitrag) mit 1,7%-Punkten zum Wirtschaftswachstum bei. Beschaffungs- und Absatzmärkte liegen weiterhin überwiegend in Europa.
Auf dem Arbeitsmarkt trat im Verlauf des Jahres 2007 eine leichte Verbesserung ein, so schlug sich die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung des ersten Halbjahres in einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf 8,8 Prozent (Juni 2007) nieder.
Auch im zweiten Halbjahr kam es einerseits durch die gute Konjunktur und andererseits durch eine besonders starke Herbstbelebung zu einem weiteren Rückgang auf 8,4 % im September (unbereinigt). Demnach gibt sind in der BRD 3,54 Millionen Personen erwerbslos. Die Wachstumserwartung für das Jahr 2008 wird wohl leicht korrigiert werden müssen, da sich die steigende Ölpreise, noch nicht absehbare Auswirkungen der US-Hypothekenkrise und der unerwartet hohe Wechselkurs des Euros zum Dollar ungünstige auf die Konjunkturentwicklung auswirken können.
Baden-Württemberg lag beim Wachstum des bereinigten BIP mit 3,1% im ersten Halbjahr 2007 an 5. Stelle und somit über dem Bundesdurchschnitt von 2,9%. Dennoch bleibt festzustellen, dass sich das Wachstum im Vergleich zur Jahreswachstumsrate 2006 etwas verlangsamt hat.
Dafür präsentiert sich die Arbeitsmarktbilanz im ersten Halbjahr positiver als im Vorjahreszeitraum und so konnten sowohl Südwestindustrie als auch Baugewerbe erstmals wieder einen Personalaufbau für sich verbuchen.
Da Baden-Württemberg stark Export orientiert ist, was sich vor allem auch auf den europäischen Raum bezieht konnte das Land von der guten EU-Konjunktur profitieren.
Wie bereits berichtet, erfreuen sich Produkte „Made in Baden-Württemberg“ auch weiterhin großer Beliebtheit.
Dafür präsentiert sich die Arbeitsmarktbilanz im ersten Halbjahr positiver als im Vorjahreszeitraum und so konnten sowohl Südwestindustrie als auch Baugewerbe erstmals wieder einen Personalaufbau für sich verbuchen.
Da Baden-Württemberg stark Export orientiert ist, was sich vor allem auch auf den europäischen Raum bezieht konnte das Land von der guten EU-Konjunktur profitieren.
Wie bereits berichtet, erfreuen sich Produkte „Made in Baden-Württemberg“ auch weiterhin großer Beliebtheit.
Fördermöglichkeiten und Betriebsberatung
Die Verbandsgeschäftsstelle Stuttgart berät die Mitgliedsfirmen auf Anfrage und in den regelmäßig erscheinenden Informationen über die zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten.
Die Bundes- und Landesregierung und auch die Europäische Kommission unterstützen die Betriebe mit einer Vielzahl von Förderprogrammen in den Bereichen Wirtschaft, Umweltschutz, neue Technologien, Holzenergie etc. Im Rahmen der Mittelstandsförderung können RKW-Beratungen bezuschusst werden und auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) wickelt verschiedene Förderprogramme ab. Immer wieder nachgefragte Programme sind dabei das Programm Entwicklung Ländlicher Raum (ELR), das Innovationsförderprogramm, das Liquiditätshilfeprogramm, das Programm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung und das Exportförderprogramm der L-Bank.
Darüber hinaus gibt es Fördermöglichkeiten für Betriebsübernahmen im Rahmen von Nachfolgeregelungen.
Darüber hinaus gibt es Fördermöglichkeiten für Betriebsübernahmen im Rahmen von Nachfolgeregelungen.
Versicherungssituation
Die Situation im Bereich der gewerblichen Versicherungen war zuletzt geprägt von steigenden Prämien. Teilweise haben Versicherer sogar die Übernahme oder Fortführung des Versicherungsschutzes abgelehnt oder mit hohen Bedingungen versehen.
Rating/Basel II
Die Umsetzung von "Basel II" hat für die Betriebe, gerade des Mittelstandes, erhebliche Auswirkungen. Die Unternehmen werden nach einer Reihe von Kriterien geratet, wie z.B. wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftschancen, Risiken, finanzielle Verhältnisse, Führungsinstrumente. Die Einstufung in die Rating-Kategorien hat Auswirkungen auf die Zinshöhe.
„Basel II“ sieht vor, dass zukünftig die Bonitätseinstufung eines Kreditnehmers durch Ratings das zentrale Kriterium für die Eigenkapitalunterlegung bei kreditvergebenden Bank sein wird. Das heißt konkret, dass jedes Kreditinstitut bei der Vergabe eines Kredites einen Prozentsatz der Kreditsumme – gewichtet mit einem bestimmten Risikofaktor – mit Eigenkapital unterlegen muss. Daraus ergibt sich folgende Formel:
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Management
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Markt/Branche
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Kundenbeziehungen
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wirtschaftliche Verhältnisse
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weitere Unternehmensentwicklung
Damit versteht sich Rating hauptsächlich als Beurteilung der Fähigkeiten des Kreditnehmers, zukünftig seinen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen. Mit der Forderung, die Bonität des Kreditnehmers mit dem Ausfallrisiko zu verknüpfen, lehnt sich Basel II an die Rating-Klassifizierung von international geführten Rating-Agenturen an.
Daraus ergibt sich klar, dass Risikomanagement in der Zwischenzeit nicht mehr nur ein Thema für Großunternehmen, sondern auch eine Notwendigkeit für den Mittelstand geworden ist. Die Umsetzung von Basel II fordert eine konsequentere Auseinandersetzung mit betrieblichen Risiken, um der veränderten Kreditvergabepraxis zu genügen.

