Wirtschafts- und
Arbeitgeberverband Online
Verband der Säge- und Holzindustrie
Baden-Württemberg e.V.
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70174 Stuttgart
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Waldkarte Baden-Würtemberg
Jahresbericht
Allgemeine Entwicklung
Im Jahr 2006 war die Entwicklung ausgesprochen positiv. Dies resultierte aus einer hohen Nachfrage nach allen Schnittholzsortimenten verbunden mit steigenden Schnittholzpreisen. Die Bauwirtschaft und insbesondere der Holzbau boomte, zeitweise war sogar eine Schnittholz-Unterversorgung spürbar. Damit verbunden waren Preissteigerungen bei allen Baumaterialien, und so auch bei den Holzprodukten.
Die Marktsituation hat sich dann ab dem Orkan „Kyrill“ im Januar 2007 merklich verschlechtert. Rund 34 Mio. Fm Sturmholzanfall haben die Marktsituation verändert, wie auch die deutliche Beruhigung des Absatzmarktes. Infolge der Mehrwertsteuererhöhung und des Wegfalls der „Eigenheimzulage“ war es im Jahr 2006 zu Vorzieheffekten gekommen. Auch die Exportsituation in wichtige Märkte (z. B. USA) hat sich in Folge der dortigen „Immobilienkrise“ erkennbar verschlechtert. Infolge der stockenden Verwertungsmöglichkeiten und zunehmender Schnittholzlager konnten die Preisentwicklungen nicht fortgesetzt werden, vielmehr gerieten die Schnittholzpreise unter Druck.
Insbesondere im 2. Halbjahr 2006 sind die Umsätze deutlich gestiegen. Ursächlich dafür war auch kräftige Nachfrage am inländischen Markt, wie auch die guten Exportmöglichkeiten. Auch im 1. Quartal 2007 war die Umsatzentwicklung aufgrund des milden Winters sehr positiv, in der Folge hat sich die Situation eingetrübt.
Zu den Abnehmern von Schnittholz zählen vor allem drei Bereiche: Der Bausektor (z. B. für Dachstühle, Schalung, aber auch für Bauelemente wie Türen, Fenster, Fußböden, Fertighäuser), die Möbelindustrie einschließlich Innenausbau sowie die Verpackungswirtschaft (Kisten, Paletten, Exportverpackungen etc.)
Ca. 17 % des erzeugten Schnittholzes gehen in die Verpackung. Die Verpackungsindustrie profitiert vor allem von der anhaltend guten Exportkonjunktur, die auch einen hohen Holzbedarf nach sich zieht. Insofern besteht eine stabile Nachfrage in diesem Marktsektor, wenn gleich die Preise unter Druck geraten sind.
Die Notwendigkeit von Kooperationen zwischen den Betrieben der Säge- und Holzindustrie hat zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dieser Entwicklung tragen die wirtschaftspolitischen Aktivitäten des Verbandes VSH Rechnung. Eine zunehmende Zahl von Betrieben ist der Überzeugung, dass vermehrte Kooperationen in bestimmten definierten Bereichen zur Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherung der Betriebe im Land Baden-Württemberg beitragen können.
Anhaltend ist der Wirtschaftszweig der Säge- und Holzindustrie von einer teils verfehlten Subventionspolitik (direkte und indirekte Subventionen) betroffen. Mit Hilfe von Subventionsmitteln einzelner Regierungen wurden Großsägewerke errichtet, deren subventionierte Produktionskapazitäten den Markt belasten.
Lage der Säge- und Holzindustrie
Das Jahr 2006 war für die Sägeindustrie in Deutschland und Baden-Württemberg ausgesprochen gut. Das Stimmungsbild in der Branche war deshalb auch sehr positiv. Ab dem 2. Halbjahr 2007 kam es zu einer deutlichen Eintrübung.
Vor allem die Bauwirtschaft in Deutschland und Baden-Württemberg, welche für die Säge- und Holzindustrie einen wichtigen Absatzbereich darstellt, hat zu der vermehrten Nachfrage nach Schnittholzerzeugnissen beigetragen. So konnten auch die Erzeugerpreise im Lauf des Jahres 2006 angepasst werden. Die Betriebe haben auch davon profitiert, dass sie die letzten Jahre die Produktionskosten so weit wie möglich gesenkt
und die innerbetriebliche Wertschöpfung erhöht haben mit dem Ziel, die Ertragslage, die Umsatzrendite und die Eigenkapitalausstattung zu sichern und zu verbessern. Die Notwendigkeit, neue Produkte zu entwickeln ist erkannt und wird vielfach umgesetzt. Die Betriebe der Säge- und Holzindustrie sind mit hohem Engagement dabei, vorhandene Märkte zu sichern und auszubauen und darüber hinaus neue Absatzgebiete für ihre Holzprodukte zu erschließen.
und die innerbetriebliche Wertschöpfung erhöht haben mit dem Ziel, die Ertragslage, die Umsatzrendite und die Eigenkapitalausstattung zu sichern und zu verbessern. Die Notwendigkeit, neue Produkte zu entwickeln ist erkannt und wird vielfach umgesetzt. Die Betriebe der Säge- und Holzindustrie sind mit hohem Engagement dabei, vorhandene Märkte zu sichern und auszubauen und darüber hinaus neue Absatzgebiete für ihre Holzprodukte zu erschließen.
Der Kampf um Marktanteile zwischen individuell gefertigter Ware nach maß- und standardisierten Massensortimenten hat zugenommen. Die baden-württembergischen Betriebe haben frühzeitig auf die Marktveränderungen reagiert und streben kontinuierlich eine schnelle und pünktliche Lieferung, gute Qualität, hohe Flexibilität und eine abgerundete Angebotspalette an. Technische Dienstleistungen wie trocknen und hobeln zählen vielfach zum Produktangebot. Viele, oft auch grenznah gelegene Firmen, haben im Ausland neue Märkte erschlossen.
Orkan Kyrill und seine Auswirkungen
Vom 18. bis 19. Januar 2007 zog der Orkan Kyrill über Deutschland hinweg. Auch in anderen europäischen Ländern kam es regional zu Windwürfen. Ursprünglich wurde von einem Schadensausmaß von 20 Mio. Fm Sturmholz ausgegangen. Dies wurde im Frühjahr / Sommer kontinuierlich erhöht. Zuletzt wurde von ca. 34 Mio. Fm Sturmholz gesprochen.
Am stärksten betroffen sind die Bundesländer Nordrhein-Westfahlen (ca. 15 Mio. Fm), Hessen mit 6,5 Mio. Fm und Bayern mit ca. 4 Mio. Fm. In Baden-Württemberg sind ca. 0,7 Mio. Fm Sturmholz angefallen, die bereits im Sommer 2007 vollständig aufgearbeitet waren. In Nordrhein-Westfahlen wird die Aufarbeitung voraussichtlich noch bis Frühjahr / Sommer 2008 andauern. In machen Bundesländer gab es Schwierigkeiten bei der Aufarbeitung und beim Abtransport. Die Transportunternehmen (Straße und Schiene) haben teilweise ihre Kapazitäten erweitert. In sämtlichen Bundesländern wurde die 44-Tonen-Regelung eingeführt. Auch wurde das Kapotageverbot für Rundholztransporte befristet aufgehoben.
Nadelholz
Fichten / Tannen - Rundholzmarkt
Bis ins Jahr 2003/2004 waren die Rundholzpreise noch beeinflusst durch die Spätfolgen des Orkanes „Lothar“ des Jahres 1999. Ab 2005 sind die Rundholzpreise dann deutlich gestiegen, stark beschleunigt im Jahr 2006. Zeitweise lag Ende des Jahres 2006 das Preisniveau in Teilen bei 100, €/Fm. Im Jahr 2006 erfolgte in Deutschland mit 62,9 Mio. Fm bundesweit ein Rekordeinschlag für „Normaljahre“.
Bis ins Jahr 2003/2004 waren die Rundholzpreise noch beeinflusst durch die Spätfolgen des Orkanes „Lothar“ des Jahres 1999. Ab 2005 sind die Rundholzpreise dann deutlich gestiegen, stark beschleunigt im Jahr 2006. Zeitweise lag Ende des Jahres 2006 das Preisniveau in Teilen bei 100, €/Fm. Im Jahr 2006 erfolgte in Deutschland mit 62,9 Mio. Fm bundesweit ein Rekordeinschlag für „Normaljahre“.
Der Orkan „Kyrill“ am 18./19. Januar 2007 brachte dann einen Sturmholzanfall von ca. 34 Mio. Fm. Die ersten Schadensschätzungen beliefen sich auf ca. 20 Mio. Fm. Schwerpunkt der Anfälle war in Nordrhein-Westfalen, die Auswirkungen erstreckten sich aber auch auf Baden-Württemberg. Es kam zu Preisanpassungen, so dass sich der Rundholzpreis für in Süddeutschland geschlagenes frisches Rundholz bei 70, bis 75, €/Fm bewegte. Ende 2007 sind die Rundholzpreise für Hölzer aus Baden-Württemberg wieder deutlich gestiegen und liegen in der Größenordnung um 85, €/Fm für das Leitsortiment B.
Insgesamt wird immer deutlicher, dass die Nadelstammholzreserven angesichts der steigenden Einschnittskapazitäten weitgehend erschöpft sind und gewisse Nutzungspotentiale vor allem im Kleinprivatwald zu mobilisieren sind.
Nadelschnittholz-Produktion
Die Produktion von Nadelschnittholz (incl. Hobelware) ist 2006 deutlich gestiegen. Die steigende Nachfrage und die wachsenden Kapazitäten der Sägeindustrie führten zu einem erneuten Rekordausstoß an N adelschnittware im vergangenen Jahr. In Baden-Württemberg wurden 5,8 Mio. m³ Nadelschnittholz (+14,3 %) produziert und in der Bundesrepublik insgesamt 23 Mio. ³ (+ 11,8 %). Zu einer deutlichen Eintrübung kam es im Herbst 2007, in deren Folge in der Branche über die Notwendigkeit von Produktionseinschränkungen diskutiert wurde.
Der Marktanteil von Baden-Württemberg an der bundesdeutschen Nadelschnittholz-Produktion im Jahr 2006 lag bei rund 24,8 %. Damit sind weiterhin Baden-Württemberg und Bayern die wichtigsten Schnittholzproduzenten in Deutschland.
Nachdem in den vergangenen Jahren das Listenbauholz rückläufige Anteile hatte, war 2006 eine bessere Situation festzustellen. Die eher regional agierenden Bauholzbetriebe hatten eine verbesserte Nachfrage aus dem Baubereich nach Listenbauholz zu verzeichnen.
Nadelschnittholz-Preise
Im Verlauf des Jahres 2006 konnten die Preise über alle Sortimente hinweg deutlich erhöht werden (+ 20 bis 30 %). Der Verband VSH hat die Beteiligten durch frühzeitige Information der Kundschaft über Preisentwicklungen flankierend unterstützt, damit dort zu Widerbeschaffungskosten kalkuliert werden konnte.
Im Lauf des Jahres 2007 kamen die Schnittholzpreise dann unter Druck, da die inländische Nachfrage zurück ging, auch Exportmengen nicht im bisherigen Umfang vermarktet werden konnten und zudem die Rundholzpreise in Folge von Orkan „Kyrill“ zurück gingen.
Hobelware
Der Trend in Richtung Hobelware hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Holz wird zunehmend in Sichtbauweise verwendet und die Schnittholzsortimente werden in steigendem Umfang gehobelt und auch getrocknet nachgefragt und produziert. Auch die Exportmärkte z. B. in die USA verlangen vielfach nach Hobelware. Allerdings hat der US amerikanische Markt deutlich an Attraktivität verloren, so dass im 1. Halbjahr 2007 sich die Erzeugung von Nadelhobelware mit etwa 3 % verringerte auf knapp 2,2 Mio. m³ und die Produktion an rauem Nadelschnittholz im 1. Halbjahr 2007 um etwa 7 % ausgeweitet wurde.
Der Export von Hobelware ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2006 wurden insgesamt 3,0 Mio. m³ Nadelhobelware exportiert. Der wichtigste Abnehmer ist nach wie vor die USA.
Dem Trend rückläufiger Schnittholzeinfuhren folgend war auch der Import von Nadelhobelware im Jahr 2006 bundesweit um 6 % auf rund 637.000 m³ (Vorjahr: 680.000 m³) zurückgegangen. Im 1. Halbjahr 2007 hat sich dieser Trend teilweise umgekehrt, so dass bis Juli 2007 die Hobelwareneinfuhr um 13 % höher lag als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Laubholz
Der Laubholzmarkt ist weiter von einer schwierigen Absatzlage bei der Buche geprägt. Die Produktionen – insbesondere bei der Holzart Buche – waren in den vergangenen Jahren eher rückläufig, zuletzt hat sich die Entwicklung auf reduziertem Mengen- und Preisniveau stabilisiert.
Positiv und mit Wachstumsimpulsen gestaltet sich die Situation am Eichen-Markt. Bei Buntlaubhölzern ist die Situation uneinheitlich.
Insgesamt ist der inländische Laubschnittholzverbrauch in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Deutlich an Bedeutung gewonnen hat der Export.
Laub-Rundholzmarkt
Zur Eiche:
Eiche wird verstärkt nachgefragt zur Herstellung von Fassdauben, Landhausdielen und auch für den Export. Die Eichen-Rundholzpreise sind wegen der stärkeren Nachfrage und des begrenzten Angebotes merklich gestiegen.
Eiche wird verstärkt nachgefragt zur Herstellung von Fassdauben, Landhausdielen und auch für den Export. Die Eichen-Rundholzpreise sind wegen der stärkeren Nachfrage und des begrenzten Angebotes merklich gestiegen.
Bei der Eiche wurden die forstamtlichen Orientierungspreise in den vergangenen Jahren erkennbar angehoben. Einer Überhitzung des Marktes soll entgegen gewirkt werden mit nur moderaten Preissteigerungen für Eichenstammholz.
Buchenrundholz:
Durch neue Kapazitäten wurde die Buchenstammholznachfrage ausgeweitet. Insbesondere die Buchen-C Preise, also für die geringeren Qualitäten, sind wegen der steigenden Energiepreise erkennbar gestiegen, waren aber am Schnittholzmarkt nur schwer umsetzbar.
Durch neue Kapazitäten wurde die Buchenstammholznachfrage ausgeweitet. Insbesondere die Buchen-C Preise, also für die geringeren Qualitäten, sind wegen der steigenden Energiepreise erkennbar gestiegen, waren aber am Schnittholzmarkt nur schwer umsetzbar.
Aus der Gesamtsituation heraus (siehe Schnittholzmarktbericht) können die mittelständischen Betriebe bei der Buche in B Qualität Preissteigerungen beim Rundholz nur schwe r weitergeben. Allerdings nimmt die Nachfrage nach mittleren Rundholzqualitäten der großen Schnittholzhersteller und der geringeren Qualitäten für die Verpackungsindustrie erheblich zu. Preissteigerungen bei C Ware und bei B/C Stämmen in Exportqualität sind die Folge. Verstärkt wird diese Entwicklung durch eine nach wie vor sehr hohe Brennholznachfrage und der Forderung der Holzwerkstoff- und Zellstoffindustrie nach größeren Liefermengen. Um die gestiegene Nachfrage bedienen zu können, wird deshalb in Baden-Württemberg in der Saison 2007/2008 voraussichtlich etwas mehr Buche als gewöhnlich eingeschlagen werden.
Zum Buntlaubholz:
Hellere Hölzer werden weiterhin weniger gefragt, so in Frankreich und in Deutschland, da der Trend zu den mittleren Farbtönen geht. Dementsprechend besteht nach helleren Hölzern wie z. B. Ahorn nur eine geringe Nachfrage. Möglicherweise ist mit einer etwas steigenden Nachfrage nach Esche zu rechnen. Kirsche ist bei guten Qualitäten gefragt, allerdings bei begrenztem Rundholzaufkommen. Im Übrigen gilt, dass sich sehr gute Qualitäten auch gut vermarkten lassen.
Hellere Hölzer werden weiterhin weniger gefragt, so in Frankreich und in Deutschland, da der Trend zu den mittleren Farbtönen geht. Dementsprechend besteht nach helleren Hölzern wie z. B. Ahorn nur eine geringe Nachfrage. Möglicherweise ist mit einer etwas steigenden Nachfrage nach Esche zu rechnen. Kirsche ist bei guten Qualitäten gefragt, allerdings bei begrenztem Rundholzaufkommen. Im Übrigen gilt, dass sich sehr gute Qualitäten auch gut vermarkten lassen.
Laub-Schnittholzmarkt
Laub-Schnittholz-Produktion
Im Jahr 2006 zeigte sich der Laubschnittholz-Markt verbessert. Bundesweit stieg die Produktion um + 4,5 % auf knapp 1,2 Mio. m³. In Baden-Württemberg war die Entwicklung etwas verhaltender.
Lebhaft ist insbesondere die Erzeugung von Eichenschnittholz. Mengenmäßig führend ist aber weiterhin die Buche. Der Buchenschnittholzmarkt zeigte sich lange Zeit gefestigt bei verbesserter Nachfrage. Allerdings ist der Markt nach gutem Start zu Beginn 2007 etwas ins Stocken geraten. Vor allem der Absatz besserer Qualitäten in Form von Blockware für den Innenausbau ist aufgrund der zurückgehenden Neubautätigkeit deutlich rückläufig. Erschwerend kommt hinzu, dass Blockware häufig durch fertige Zuschnitte oder durch Holzwerkstoffe unverleimter Platten ersetzt wird. Deutlich positiv sind die Exportmärkte. Hier machen jedoch die hohen Frachtraten, knappe Containerkapazitäten und bei Exporten in den Dollarraum der starke Euro zu schaffen.
Zudem drängt aufgrund der Währungsparitäten zunehmend günstiges Laubschnittholz aus Nordamerika auf den Weltmarkt.
Die dunkleren Farbtöne sind gesucht. Davon profitieren die Absatzmöglichkeiten für Eichenware.
Laub-Schnittholz-Preise
Die Laubschnittholzpreise entwickeln sich unterschiedlich. Bei Buche sind die Schnittholzpreise im unteren Qualitätssegment um ca. 10 – 15 % gestiegen, bei besseren Qualitäten wie A Ware war nur eine geringfügigere Erhöhung möglich.
Die Absatzmöglichkeiten bei Eiche sind weiterhin gut, sowohl im Inlandsmarkt wie auch im Export. Das führt zu einem stabilen Marktverlauf und die Schnittholzpreise konnte je nach Qualität um 8 15 % angehoben werden.
Nadelschnittholz-Außenhandel
Der baden-württembergische und deutsche Markt wird in erheblicher Weise von der Entwicklung des Schnittholz-Außenhandels beeinflusst. Deutlich wird dies daran, dass die Einfuhrquote (Einfuhr in Relation zur Inlandsproduktion) im Jahr 2006 bei rund 15,4 % liegt und ca. 18,3 % der Inlandsproduktion exportiert werden.
Bis Juli 2007 wurden annähernd 3,2 Mio. m³ Nadelschnittholz (ohne Hobelware) von Deutschland exportiert. Das entspricht einer Steigerung um fast 37 %.
Auch im Jahr 2006 haben die Nadelschnittholzexporte (ohne Hobelware) zugenommen. Dort wurden 11,5 % mehr Nadelschnittholz ausgeführt. Hauptlieferländer blieben Frankreich, Italien, Österreich und die Niederlande. Die deutschen Schnittholzausfuhren kommen schwerpunktmäßig aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz.
Im 1. Halbjahr 2007 konnten vor allem die Lieferungen nach Frankreich (+ 29 %), Italien (+ 9 %) und Österreich (+ 42 %) ausgeweitet werden. Eingetrübt haben sich die Exportmöglichkeiten im Herbst 2007, da sich die Lagervorräte in den Lieferländern zunehmend füllten.Wichtige Lieferländer sind Russland (vor allem raue Ware), Schweden (überwiegend Hobelware) sowie Österreich und Finnland.
Laubrundholz-Außenhandel
Der Außenhandel mit Buchensägerundholz hat sich im Jahr 2006 erholt. Insgesamt wurden rund 770.000 Fm Buchensägeholz exportiert. Hauptabnehmer ist China mit 240.000 Fm in 2006. Im 1. Halbjahr 2007 wurden die Lieferungen nach China erkennbar ausgeweitet.
Laubschnittholz-Außenhandel
Die Exportmärkte haben bei Laubschnittholz deutlich an Bedeutung gewonnen. 2006 wurde der Export von Buchenschnittholz auf 385.000 m³ (+ 5,0 %) ausgeweitet. China, USA, Polen, Spanien und die Niederlande sind die wichtigsten Bestimmungsländer. Auch im 1. Halbjahr 2007 lief der Exportmarkt noch ordentlich, hat sich dann aber abgeschwächt.
Schwierig ist der Außenhandel bei Eichenschnittholz. Sowohl im Jahr 2006 als auch im 1. Halbjahr 2007 sind die Exportmengen zurückgegangen und im Gegenzug die Importe an Eichenschnittholz erkennbar gestiegen.
Europäische Laubholzmärkte:Frankreich: Bei der Eiche ist die Rohstoffbeschaffung ein großes Problem. Eichenschnittholz verzeichnet einen sehr guten Absatz. Trockene Ware ist aber kaum auf Lager. Die Preise für Eichenblockware konnten im Frühjahr 2007 um ca. 10 % erhöht werden. Einen sehr guten Markt hat in Frankreich die Eiche als Bauholz, die preislich um 15 % ab März 2007 zulegen konnte. Die Rundholzpreise über alle Qualitäten hinweg sind in der letzten Einkaufssaison um 30 % gestiegen. Betriebe berichten über eine schlechte Rundholzversorgung. Die Rundholzexporte nach China an Eiche, Buche und Esche betreffen nicht nur geringere sondern auch höhere Qualitäten. Bei der Buche ist die Rundholzversorgung in Frankreich normal, sie wird aber wie in Deutschland ebenfalls immer schwieriger.
Der US-Markt ist sehr schwer geworden, bedingt durch die ungünstige Währungsrelation, höhere Frachten und die Tatsache, dass die Holzart Hardmaple um ca. 30 % im Preis nachgegeben hat. Die Bemühungen, hier die Buche zu platzieren werden außerordentlich erschwert. Außerdem bestehen in den USA hohe Buchenschnittholzlager von europäischen Lieferanten.
Bei Eiche gibt es in ganz Europa erkennbare Verknappungstendenzen.
Rundholz-Außenhandel und Fernabsatz
Von Januar bis Juli 2007 wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum über 19 % mehr Nadelsägeholz von Deutschland aus exportiert. Vor allem Österreich hat in dem Zeitraum fast 10 % mehr (Vorjahr: + 30 %) Nadelrohholz in Deutschland gekauft. Aber auch Frankreich mit einer Steigerung von + 58 % hat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr Rohholz in Deutschland gekauft. Ursächlich dafür ist auch der Sturmholzanfall in Folge von Orkan Kyrill.
Im vergangenen Jahr 2006 waren die Nadelsägerundholzexporte auf 3,8 Mio. Fm leicht gefallen. Das größte Abnehmerland war Österreich mit 2,7 Mio. Fm.
Nadelrundholzausfuhren bedeuten eine enorme Belastung für die inländischen Betriebe und werden grundsätzlich abgelehnt, da sie die Wertschöpfungsmöglichkeiten der heimischen Betriebe beeinträchtigen. Da die Rohholzexporte oft aus den grenznahen Bereichen erfolgen, ist dies eine Belastung für die dort ansässigen heimischen Sägewerke.
Die Sägerundholzimporte sind im Jahr 2006 um - 7 % auf 2,4 Mio. Fm zurückgegangen. Mit Abstand wichtigste Lieferländer waren 2006 Russland und Schweden. Insgesamt wurden mehr als 600.000 Fm Nadelsägerundholz aus Russland auf den deutschen Markt gebracht.Im 1. Halbjahr 2007 wurden im Vergleich zum Vorjahr die schwedischen Sägerundholzimporte merklich ausgeweitet. Hauptsächlich Schweden (+ 135 %) und die Tschechische Republik (+ 145 %) waren bis Juli 2007 die wichtigsten Herkunftsländer.
Sägenebenprodukte
Die Produktion von Sägenebenprodukten hat in den vergangen Jahren, einhergehend mit der Ausweitung der Einschnittskapazitäten, enorm zugenommen. Zu den Sägenebenprodukten rechnen Holzhack-schnitzel, Sägemehl, Hobelspäne, Schwarten und Spreißel sowie Kapphölzer. An erster Stelle der Verwertung steht die stoffliche Nutzung. Die Möglichkeiten der energetischen
Verwertung haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dazu beigetragen haben die steigenden Energiepreise sowie zunehmende Produktion von Holzpellets. Sägenebenprodukte werden also vermehrt zur Wärme- und Energieerzeugung eingesetzt.
Im Jahr 2006 sind die Preise für Sägenebenprodukte nach jahrelanger Stagnation aufgrund guter Nachfrage deutlich gestiegen. Im Dezember 2006 lagen die statistisch ausgewiesenen Hackschnitzelpreise um 60 % über Vorjahr und die Preise für Sägespäne und Sägenebenprodukte um 31 % über Vorjahr.
Allerdings sind die Preise dann im Lauf des Jahres 2007 wegen des milden Winters und des großen Mengenangebotes zurückgegangen. Der Orkan „Kyrill“ mit seinen Windwurfmengen und hohem Angebot an Energieholzsortimenten belastete diesen Markt.
Rinde
Die Situation am Rindenmarkt hat sich verbessert, sowohl was die Absatzlage als auch die Preise anbelangt.
In verschiedenen Anlagen der Säge- und Holzindustrie in Baden-Württemberg wird die Rinde energetisch verwertet.
Betriebsvergleich 2006
In Zusammenarbeit mit einer Wirtschaftsberatung wurde der Betriebsvergleich für das Jahr 2006 durchgeführt. Er vermittelt den Teilnehmern wichtige interne und externe wirtschaftliche Vergleichswerte.
Zum Betriebsvergleich gehört ein Zeitvergleich der in Kurzform die Entwicklung über mehrere Jahre hinweg aufzeigt. Betriebs- und Zeitvergleich sind wichtige Instrumente der Betriebsanalyse und liefern aussagefähige Kontroll- und Orientierungsdaten für die Betriebsplanung.
Zum Betriebsvergleich gehört ein Zeitvergleich der in Kurzform die Entwicklung über mehrere Jahre hinweg aufzeigt. Betriebs- und Zeitvergleich sind wichtige Instrumente der Betriebsanalyse und liefern aussagefähige Kontroll- und Orientierungsdaten für die Betriebsplanung.
Steuerrichtpreise
Der Arbeitskreis Betriebswirtschaft und Steuern erstellte die jährlichen Steuerrichtpreise zum Stichtag 31. Dezember 2006. Damit wurden den Mitgliedsfirmen des Verbandes Anhaltspunkte für die Bewertung der Holzvorräte gegeben.
Strom - Markt
In den letzten Jahren haben sich die Energiekosten fast verdoppelt. Daraus ergibt sich ein klarer Wettbewerbnachteil. In der Zwischenzeit fallen Steuern, Umlagen und Abgaben an.
Vor diesem Hintergrund bemüht sich unser Verband, die Mitgliedsfirmen auf diesem Markt zu unterstützen, auch mit Informationen über die konkrete Preissituation verschiedener Anbieter.Beim Abschluss von Neuverträgen im Lauf der letzten Jahre haben sich die angebotenen Preise kontinuierlich erhöht. Insofern empfiehlt der VSH, diesen Markt sehr genau zu beobachten und auf günstige Stromangebote hin zu überprüfen. Über Dienstleistungspartner steht den Betrieben ein bewährtes Instrument zur Verfügung.
Die Belastungen durch Stromsteuer, EEG und KWK-Abgabe haben in den vergangenen Jahren zu Mehrbelastungen je Kilowattstunde Strom geführt. So ist beispielsweise die Stromsteuer (Regelsatz) um durchschnittlich ca. 10 – 15 % gestiegen.
Seit der vollständigen Liberalisierung in Deutschland im April 1998 stehen dem Endkunden mehrere Anbieter auf dem Strom-Markt zur Verfügung. Bis zum Jahr 1998 gab es unabhängige Erzeuger, welche durch den physischen Energiefluss, durch Stromlieferverträge- oder durch Netznutzungs- und Bilanzkreisverträge mit den Energieversorgungsunternehmen verbunden waren. Die Energieversorgungsunternehmen waren für die Erzeugung, das Übertragungsnetz, sowie für den Vertrieb zum Kunden zuständig. Der Kunde wiederum hat Stromlieferverträge mit den Energieversorgungsunternehmen abgeschlossen und hat dadurch Strom erhalten.
Seit der Liberalisierung im April 1998 hat sich nicht nur der Markt an sich stetig vergrößert, sondern auch eine Vielzahl neuer Marktpartner hat die Chance ergriffen, sich innerhalb des Marktes „Strom“ zu etablieren.
Allerdings wird durch die enormen Netznutzungsentgelte der Markt wiederum in starkem Maße eingeschränkt.
Zwischenzeitlich gibt es Strombroker, Strombörsen und Stromhändler, welche durch Stromlieferverträge mit Vertriebsgesellschaften verbunden sind. Die Vertriebsgesellschaften treten wiederum in direkten Kontakt mit dem Endkunden. Auch die Erzeugung und das Stromnetz, sowie der Vertrieb gehören nicht mehr zu den Energieversorgungsunternehmen, sondern gehören jeweils zum Kraftwerksbetreiber, Übertragungsnetzbetreiber bzw. Verteilnetz-betreiber.
Seit der Liberalisierung im April 1998 hat sich nicht nur der Markt an sich stetig vergrößert, sondern auch eine Vielzahl neuer Marktpartner hat die Chance ergriffen, sich innerhalb des Marktes „Strom“ zu etablieren.
Allerdings wird durch die enormen Netznutzungsentgelte der Markt wiederum in starkem Maße eingeschränkt.
Zwischenzeitlich gibt es Strombroker, Strombörsen und Stromhändler, welche durch Stromlieferverträge mit Vertriebsgesellschaften verbunden sind. Die Vertriebsgesellschaften treten wiederum in direkten Kontakt mit dem Endkunden. Auch die Erzeugung und das Stromnetz, sowie der Vertrieb gehören nicht mehr zu den Energieversorgungsunternehmen, sondern gehören jeweils zum Kraftwerksbetreiber, Übertragungsnetzbetreiber bzw. Verteilnetz-betreiber.

