Wirtschafts- und
Arbeitgeberverband Online
Verband der Säge- und Holzindustrie
Baden-Württemberg e.V.
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Waldkarte Baden-Würtemberg
Markt
Rundholz- und Starkholzpreise
Die Rundholzpreise in Baden-Württemberg sind seit Juli leicht zurückgegangen. Weitere Vorverträge bestätigen die Richtung. Die Vorverträge laufen großteils bis Jahresende.
Firmen weisen darauf hin, die Starkholzpreise im Auge zu behalten. Hier ergeben sich gegenüber dem 1. Halbjahr Preisspielräume. Es gibt Regionen, dort liegt in den zentralen Vorverträgen der Preis für Stärkeklasse L4 unter dem Preis des Leitsortimentes (L2b). Deutliche Abschläge dann beim stärkeren Holz und insbesondere bei den geringeren Stammholzqualitäten.
In den zentralen Vorverträgen wurde auch der Tannenabschlag erhöht.
Schlechtere Qualitäten erlauben mehr Preisspielraum, das Starkholzsortiermerkblatt kann Hilfestellung leisten.
Rohholz und Holzhalbwaren
Das Statistische Bundesamt erstellt jährlich einen Bericht über Rohholz und Holzhalbwaren. Der Bericht zum Jahr 2011 kann bei Destatis heruntergeladen werden.
Der Bericht für das Jahr 2012 wird im April 2013 erwartet.
Stromkosten/ Energie
Im Rahmen der Stromsteuer - / EEG - Novellierung setzt sich der VSH dafür ein, dass möglichst viele Betriebe nach wie vor Erstattungen von der Stromsteuer erhalten können und der Spitzenausgleich eine Möglichkeit zur Entlastung bleibt, gekoppelt an einen moderaten Aufwand, den man laut Gesetzesentwurf im Zuge der Einführung von Energiemanagementsystemen betreiben müsste. Für die Sägewerke muss eine gerechte und geeignete Lösung gefunden werden damit Energiekosten die Sägewerke nicht noch mehr belasten, der VSH setzt sich hierfür ein.
Holzasche / Holzenergie
Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Heizwerken auf Basis von Holz. Das heißt, es fällt auch immer mehr Holzasche an. Die Entsorgung von Holzasche, insbesondere wenn auch Verunreinigungen dabei sind, ist teuer. Andererseits lässt sich die Asche aus der Verbrennung naturbelassener Hölzer sinnvoll einsetzen. Zum Beispiel geht es darum, sie als Düngemittel zu etablieren, z. B. auch zur Wiederausbringung im Wald. Der Holzenergie-Fachverband Baden-Württemberg, in dem der VSH mitwirkt, hat sich mit dieser Thematik befasst und ein Ergebnis ist, dass letztes Jahr dafür eine Gütegemeinschaft gegründet wurde (Name: Bundesgütegemeinschaft Holzasche) die das Ziel hat, die Holzaschen entsprechend ihrer unterschiedlichen Qualität einzustufen und eine möglichst hochwertige Verwendung (z. B. als Düngemittel) zu erreichen.
FSC - Zertifizierung
VSH fordert : FSC - Zertifizierung des baden - württembergischen Staatswaldes darf nicht Zulasten der Holzbereitstellungskette gehen
Im FSC - zertifizierten Staatswald wird der Umgang mit Bioziden ein Problem darstellen - wenn die Schadensverhütung vor einer Holzentwertung durch den Nutzholzborkenkäfer wie bisher nicht praktiziert werden kann, muss ein adäquates management - System bzw. Bereitstellungsverfahren installiert werden. Das fordert der VSH von Politik, ForstBW, und FSC : zum Beispiel durch einen Mix aus Nasslager, Trockenpolter etc., der Holz qualitativ ungemindert bereitstellt. Ein rechtzeitig etabliertes Instrument geeigneter Verkaufs - und Zahlungsmodalitäten das zu den sich ändernden Verfahren passt, hält der VSH für notwendig. Den Umfang der Flächenstilllegungen die im Rahmen der FSC - Zertifizierung ebenso wie durch den geplanten Nationalpark zu befürchten sind, bewertet der VSH angesichts des knapper werdenden Holzangebotes als überzogen. Das von Naturschutzseite und Politik viel zitierte "Holz der kurzen Wege" stehe, so der VSH, im Widerspruch zu den geplanten Veränderungen im Wald, die auch das Potenzial der Co2 - Speicherung vernachlässigen, obwohl klimapolitisch das Gegenteil erforderlich ist. Der VSH ist mit der personellen Besetzung der regionalen Arbeitskreise zum Nationalpark nicht einverstanden. Diese Gremien sollen den bestellten Gutachtern zuarbeiten damit die Meinungen der Betroffenen vor Ort einfliessen. Der VSH will, dass die engagierten Unternehmer aus dem Holzcluster dort mitwirken können und setzt sich dafür ein.
4-Länder-Treffen / Aktueller Holzmarkt
Beim diesjährigen 4-Länder-Treffen in Freiburg haben sich die Vertreter der Sägeindustrie aus Baden-Württemberg, Vorarlberg und Tirol, Schweiz und Elsass getroffen. Der Präsident des VSH, Wilhelm Schilling stellte fest "die Ertragssituation reicht hinten und vorne nicht". Das größte Problem ist die Schere zwischen dem Rundholz- und Schnittholzpreis. Wir brauchen rasch eine Korrektur dieser Fehlentwicklung. Während die Rundholzpreise in Baden-Württemberg leicht zurückgegangen sind, steigen sie in Österreich noch weiter an. Weiter wurde in den Gesprächen deutlich: Der Rohstoff ist nicht ausreichend vorhanden. Daher ist die Produktion anzupassen, eine deutliche Botschaft an die Großsägewerke. Die abnehmende Verfügbarkeit von Nadel-Rundholz wird künftig den Schnittholzmarkt beeinflussen.
Die Betriebe in Österreich beklagen eine Rundholz-Unterversorgung bei sehr hohen Preisen. Die Schweizer Holzindustrie kämpft massiv mit der Währungsschere zwischen EURO und Schweizer Franken. In Frankreich ging der Bausektor um 20 % zurück mit massiven negativen Auswirkungen auf die dortigen Nadelholzbetriebe.
Bei den Sägenebenprodukten, die zuletzt preislich arg gelitten haben, scheint die Talsohle erreicht. In den kommenden Wochen und Monaten scheinen erste Preiserhöhungen wieder möglich zu sein. Die Rundholzpreise in Baden-Württemberg sind zuletzt leicht zurückgegangen. In den Vorverträgen sind meist Halbjahrespreise für das 2. Halbjahr 2012 geschlossen worden. Gegenüber dem 1. Halbjahr '12 liegen die Preise um durchschnittlich 4 bis 5,- € niedriger, je nach Stärkeklasse zwischen 3,50 € und 6,50 € unter den seitherigen Preisen. Im Leitsortiment Fichte, Güteklasse B, mittlere Stärkeklasse 2b liegt der Preis in Baden-Württemberg je nach Region zwischen etwa 92,50 € und 96,- €/Fm. Bei der preislichen Bewertung von Starkholz und Tanne ergeben sich gegenüber dem 1. Halbjahr jetzt deutlich größere Spielräume.
Diese Preisrücknahme ist richtig. Der VSH hat sich für die Betriebe deutlich dafür eingesetzt, auch in den letzten Gesprächen und Initiativen. Diese Preisrücknahme ist letztlich nichts anderes als die teilweise Korrektur einer Fehlentwicklung, die so nie hätte stattfinden dürfen. Die Schnittholzmärkte hatten das nicht hergegeben.
Insofern geht dieser Schritt in die richtige Richtung, reicht aber letztlich noch nicht aus, um wieder auskömmlich produzieren zu können.
Die Stimmung auf den Schnittholzmärkten bewegt sich im Moment auf einem schmalen Grat. Es gibt einerseits die Hoffnung und an der ein oder anderen Stelle auch spürbar auf steigende
Schnittholznachfrage. Es gibt aber auch andere Meldungen, insgesamt also eher uneinheitliche Marktsignale. Mit Blick auf die Bilanzen sollte aber nicht aus den Augen verloren werden, die Schnittholzpreise dort wo irgendwie die Möglichkeit besteht, behutsam nach oben zu entwickeln.
Schnittholznachfrage. Es gibt aber auch andere Meldungen, insgesamt also eher uneinheitliche Marktsignale. Mit Blick auf die Bilanzen sollte aber nicht aus den Augen verloren werden, die Schnittholzpreise dort wo irgendwie die Möglichkeit besteht, behutsam nach oben zu entwickeln.
VSH: Hoher Rundholzpreis belastet baden-württembergische Sägewerke schwer
Viele Sägewerke sind in einer wirtschaftlich sehr angespannten Lage. Der Verband der Säge- und Holzindustrie Baden-Württemberg e. V. (VSH), pflegt seit jeher enge Kontakte zum Finanz- und Wirtschaftsministerium sowie der Bürgschaftsbank und L-Bank Baden-Württemberg. Die zur Zeit besondere Problematik wurde dort seitens des VSH aktuell verdeutlicht. In einem Schreiben an den VSH bietet die L-Bank ihre Möglichkeit zur Unterstützung mit zinsverbilligten Darlehen ausdrücklich den Sägewerken an.
An den baden-württembergischen Waldbesitz appelliert der VSH, angesichts der zum Monatsende vielfach neu zu verhandelnden Rundholzverträge, den Erwartungen der Sägewerke entgegenzukommen und das Rundholzpreisniveau erkennbar zurückzunehmen. Wegen der Lage im baunahen Bereich und in der Verpackung müsse das jetzt umgesetzt werden, so der VSH. Die mittelständischen Sägewerke in Baden-Württemberg wollen nicht mehr damit konfrontiert werden, dass sogenannte "Pilotabschlüsse" im Nachgang der ganzen Branche im Südwesten "übergestülpt" werden. Der VSH erwartet künftig einen Verhandlungsspielraum bei den Kreisforstämtern entsprechend den unterschiedlichen Sortimenten und Wuchsgebieten und eine angemessene Rundholzbewertung die den unterschiedlichen Qualitäten, der Tanne, dem Starkholz und dem Verpackungsrundholz Rechnung trägt.
An den baden-württembergischen Waldbesitz appelliert der VSH, angesichts der zum Monatsende vielfach neu zu verhandelnden Rundholzverträge, den Erwartungen der Sägewerke entgegenzukommen und das Rundholzpreisniveau erkennbar zurückzunehmen. Wegen der Lage im baunahen Bereich und in der Verpackung müsse das jetzt umgesetzt werden, so der VSH. Die mittelständischen Sägewerke in Baden-Württemberg wollen nicht mehr damit konfrontiert werden, dass sogenannte "Pilotabschlüsse" im Nachgang der ganzen Branche im Südwesten "übergestülpt" werden. Der VSH erwartet künftig einen Verhandlungsspielraum bei den Kreisforstämtern entsprechend den unterschiedlichen Sortimenten und Wuchsgebieten und eine angemessene Rundholzbewertung die den unterschiedlichen Qualitäten, der Tanne, dem Starkholz und dem Verpackungsrundholz Rechnung trägt.
Holzbau / Baukonjunktur
Das Konjunkturbarometer des Holzbaus fällt nicht - auch nach dem bemerkenswert erfolgreichen Jahr 2011 für das Zimmerhandwerk. Im Gegenteil: Der Trend zum Eigenheim ist ungebrochen; aus Angst vor Währungsrisiken und Inflation werden gerade in Deutschland weiter Immobilien gekauft und gebaut. Die Zahl der Baugenehmigungen ist im 1. Halbjahr 2012 um nochmals etwa 5 % gestiegen. Offen anzusprechen ist dabei aber auch, dass die Sägewerke von diesem Boom bislang viel zu wenig profitieren können. Die kalkulatorisch unverzichtbare Erhöhung der Schnittholzpreise wird massiv erschwert, auch durch die Schnittholzlieferungen von sogenannten Premiumkunden des Bayerischen Staatsforstes; die drücken mit ihren begünstigten Preisen (z. B. sichtbar bei KVH-Rohlingen) massiv auf den Markt. Der VSH kümmert sich in den anstehenden Gesprächen mit Forst und Politik mit Nachdruck um dieses Thema.

